Der Rosenkavalier

Komödie für Musik in drei Aufzügen von Richard Strauss

Nach <i>Elektra</i> suchten der Dichter Hugo von Hofmannsthal und der Komponist Richard Strauss einen leichteren Stoff für eine neue Oper. Hofmannsthal fand ihn im Wien der Zeit Maria Theresias, das ihm einen Rahmen bot für eine Gesellschaftskomödie mit höchst unterschiedlichen Charakteren. Die Handlung beginnt aristokratisch im Schlafgemach der Marschallin, die mit ihrem viel jüngeren Geliebten Octavian im Bett liegt. Unerwarteter Lärm beendet das Glück des Liebespaars – ein Überraschungsbesuch des Barons Ochs auf Lerchenau veranlasst Octavian, sich rasch zu verkleiden. Als Stubenmädchen Mariandel tritt er dem Baron entgegen. Dieser berichtet unterdessen der Marschallin von seinen Heiratsplänen.&nbsp;Die Braut ist ein junges Mädchen aus dem Bürgertum, Sophie Faninal, deren Mitgift den bankrotten Aristokraten finanziell sanieren soll, wofür im Gegenzug der Schwiegervater sich die Vorteile des adeligen Namens erkaufen will.&nbsp; Ochs schickt ihr ausgerechnet den hübschen Octavian als Liebesboten mit silberner Rose, und der Kontrast zwischen dem charmanten Kavalier und dem derben Alten, der ihm folgt, könnte nicht größer sein. Sophie und Octavian begreifen schnell, dass sie beide das eigentlich passende Paar sind, haben aber alle Mühe, ihre Liebe gegen den mächtigen Baron und die Aufstiegsgier des Bürgervaters durchzusetzen. Das Mädchenkleid kommt Octavian nun noch einmal gelegen; als hübsche Mariandel verwickelt er Ochs in eine groß inszenierte Farce, an deren Ende der getäuschte Schürzenjäger sich schließlich selbst entlarvt. Ins Glück der Liebenden mischt sich die Melancholie der Marschallin, die vergeblich gehofft hatte, ihren jungen Liebsten noch ein wenig länger behalten zu können. Allerlei Figuren der niederen Stände vervollständigen das Personal, das von alt bis jung, von arm bis reich und von bäuerlich bis aristokratisch einen bunten Überblick über die Gesellschaft der vergehenden Monarchie gewährt. Die Musik gibt die Vielfalt wieder in einer „Harmonie der Kontraste“ (R. Strauss), für die der Komponist Stilmittel aller Epochen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert zitiert. Das Ergebnis ist so reizvoll wie anspruchsvoll. Hofmannsthal und Strauss erfüllten sich mit dem <i>Rosenkavalier</i> keinen geringeren Wunsch, als auf Mozarts <i>Nozze di Figaro</i> aus dem 18. und Wagners <i>Meistersinger</i> aus dem 19. nun die zentrale deutsche Opernkomödie des 20. Jahrhunderts folgen zu lassen.

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Richard Rogler

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